Reiseberichte

Ein etwas anderes Abenteuer in Peru (Teil 2)

Die Tage als Lehrer in Peru

Meine Tage als Lehrer waren sehr entspannt. Ich stand immer morgens um 7 Uhr auf und frühstückte mit der Hausmeister Familie. Sie wohnte dort und kümmerte sich im Gegenzug um alles in der Schule. Organisation, Sauberkeit, Besorgungen und Reparaturen sowie bei vielen anderen Dingen. Sie haben drei Kinder, Hanna, Betsy und Mariory. Ich verbrachte einiges an Zeit mit den Kindern und kümmerte mich um sie. Ab und zu fütterte ich die Hunde oder die anderen Tiere. Morgens bis Mittags fand dann der Unterricht statt. Ich war immer in den selben Klassen, aber an verschiedenen Tagen und brachte den Kindern Englisch bei. Teilweise auch Deutsch. Ziel der Schule ist es, dass die Schüler irgendwann studieren können und gegebenenfalls sogar irgendwann nach Deutschland kommen können um eine Zukunft zu haben.

Die Kinder bekamen morgens um 10 Uhr nach der ersten Stunde dann Frühstück. Das bestand aus Reis und Haferschleim mit etwas Zimt. Insgesamt gibt es dort 11 Klassen. Noch mehr sollen folgen. Während ich dort war wurden einige Teile der Schule erweitert. Insgesamt 150 Schüler sind bisher in der Schule. Gesponsert wird all das durch Spenden. Narciso leistet gute Arbeit. Man wird täglich herzlich empfangen und macht diese Arbeit sogar automatisch sehr gerne. Von Montag bis Freitag waren meine Morgen also verplant. Dort gab ich Unterricht. Mittags gab es dann Mittagessen. Die Hausmeister Familie hat für mich immer mitgekocht und ebenso für Herrn Narciso. Die Nachmittage hatte ich frei. Ich verbrachte diese meistens damit, die Umgebung zu erkunden. Jeden Tag lief ich in eine Richtung und schaute einfach wohin es mich verschlagen würde. Olmos liegt am Fuße der Anden. Also machte ich mich immer einige Straßen entlang auf den Weg hinauf. Natürlich sind die Berge viel zu hoch um sie zu Fuß zu erklimmen und selbst wenn würde es Tage dauern, aber zumindest ein Stück ging ich und konnte so wenigstens ab und zu eine gewisse Sicht über das Tal bekommen. Auch in der Stadt Olmos an sich war ich oft unterwegs. Auch wenn es eigentlich kaum was gibt, gibt es doch viel zu sehen. Die Märkte sind meistens sehr groß und auch wenn alles mehr oder weniger wie im Mittelalter vor sich geht, ist es doch beeindruckend. Als Lehrer war ich verantwortlich für den Unterricht in Englisch. Das bedeutete, dass ich selbst den Unterricht vorbereiten musste. Das war dann meistens meine Beschädigung für den Abend. Ich half oft mit verschiedene Dinge zu organisieren und aufzuhängen. Ich half bei der Installation und Einrichtung der Computer, die an die Schule gestiftet wurden. Ich half bei der Einrichtung des WLANs mit und strich untere anderem des Öfteren diverse Klassenräume in den typischen Weiß-Grünen Farben der Stadt Olmos und der Schule. Es gab im Grunde immer etwas zu tun um sich zu beschäftigen.

 

Meine Freizeitaktivitäten

In meiner Freizeit ging ich wie gesagt immer auf die Suche etwas neues zu entdecken.

Die Menschen in Peru sind sehr hilfsbereit. Wenn man irgendwo hin möchte oder etwas sucht, versuchen sie immer einem zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. In der 3. Woche hatte ich mich bei einem Jogging Ausflug verlaufen. Ich joggte ca. Eine Stunde lang der Panamericana Route entlang und wollte in Richtung eines kleinen Sees, doch ich fand ihn nicht und verlief mich mitten in der Natur, nach dem ich verschiedene Pfade mitten ins Landesinnere einschlug. Per Zufall traf ich einen Bauer, der auf Avocado und Mango Plantagen arbeitete. Er bemerkte, dass ich keine Peruaner war, bzw. Kein Einheimischer und ich erzählte ihm wo ich her kam und dass ich mich verlaufen hatte. Er lief mit mir ca. eine halbe Stunde durch die Nachmittags Hitze um mich wieder in Richtung Panamericana zu lotsen. Am Ende fand ich sie wieder und konnte den Weg zurück nach Olmos finden. Des Öfteren reiste ich nach Chiclayo. Dort gab es große Supermärkte, Restaurants und einige andere Dinge, die bei uns normal sind aber nicht in Peru. Denn in Olmos gab es nur einen einzigen winzigen Supermarkt der nur das Nötigste hatte. Und dort war alles dreifach überteuert. Die Einheimischen gingen dort auch nie einkaufen. In Chiclayo kaufte ich mir einiges an Proviant und Vorräte. Zahncreme, Kekse, Getränke, Milch und andere Snacks, die es in Olmos nicht gab.

Olmos

Olmos ist ein kleines Dorf, nordöstlich von Chiclayo und gehört ebenso wie Chiclayo zur Region Lambayeque. Knapp 40.000 Menschen leben dort. 95 % von ihnen leben in völliger Armut. Staubige Straßen, Abfall Verschmutzung und kaum Grundwasser sind ein großes Problem. Die Menschen leben wenn überhaupt von der Landwirtschaft, der Fischerei oder vom Taxi fahren. Taxis dort gibt es nur in Form von völlig veralteten und klapprigen japanischen Motorrädern, welche hinten einen Aufsatz haben wo man entweder als eine Person oder zu zweit mitfahren kann. Richtige Busse gibt es eher wenigere, diese fahren auch nur lange Strecken auf der Panamericana, da innerhalb der Stadt die Straßen viel zu schlecht sind.

In Olmos an sich gibt es nicht sehr viel zu sehen. Höchstens einige riesige Hektar weite Plantagen. Avocados, Mangos, Zitronen und Bananen, sowie viele weitere Früchte werden hier angebaut. Allerdings müssen die meisten Felder über Brunnenwasser bewässert werden, da das Wasser der Berge seit Jahren ausbleibt und lediglich bei Sturzfluten im Winter Wasser ins Tal hinab fließt und dabei mehr zerstört als bewässert. Ein Olmos kann man dennoch gut Fisch essen, auch wenn die Stadt weit vom Meer entfernt ist. Jeden Morgen bringen einige Fischer den Fisch frisch in die Stadt. Man sollte diesen aber morgens kaufen. Tagsüber ist es zu heiß und die Hygiene spricht nicht gerade für die Fische, geschweige denn von einem richtigen Kühlsystem.

Es ist eine tolle Erfahrung mit wenig auszukommen und zu sehen, mit wie wenig manche Menschen auf der Welt auskommen und dennoch glücklich sind. Viele hätten mit mir ihr Essen geteilt, obwohl es für sie selbst kaum reichte. Es war kein Problem mit den Menschen vor Ort auszukommen oder Freundschaften zu schließen. In Olmos kann man auf der Straße essen. Sprichwörtlich. Denn es gibt dort vielleicht 2-3 nennenswerte Restaurants, wo man normal essen kann, wie Pommes, Burger und Salate, doch dort zahlt man für peruanische Verhältnisse sehr viel Geld und dort isst auch nur die Oberschicht, das sind beispielsweise der Eigentümer der Tankstelle, der Eigentümer des Supermarkts, die Lehrer der Schule und einige Beamtete.

Selbst vor dem Supermarkt oder dem Restaurant stehen Wachen mit Maschinenpistolen. Das ist schon komisch, aber in Peru völlig normal. In Olmos finden regelmäßig Wettbewerbe statt, wo sich die Schüler und Schülerinnen aller Schulen in Olmos in Wettbewerben messen. Meistens handeln diese von sportlichen oder militärischen Handlungen wie Marschieren.

Das wohl wichtigste Gebäude in Olmos ist die Kirche. Sie ist vor kurzem bei einem Unwetter eingestürzt, doch im Bild kann man sehen, wie sie mal aussah. Die Menschen in Peru, sowie in ganz Lateinamerika sind sehr christlich, also sehr gläubig und daher war dies für sie ein schlimmer Tag. In Olmos mangelt es niemals a Zitronen oder Avocados. Oft findet man mitten im Nichts einen riesigen Avocado Baum. Dort bin ich immer mit einem Rucksack hin und habe mir welche mitgenommen. Ich hätte mich nur von Avocados ernähren können. Im eigenen Garten hatte wir auch welche, doch mit diesen wurde sparsam umgegangen. Die Zitronen in Olmos und überhaupt in Peru sind nicht so wie die aus Italien und Europa, sie sind eher mit Limetten zu vergleichen, da sie klein, rund und grün sind. Doch sie schmecken genauso lecker. Die Hauptspeise in Olmos ist Reis. Daran mangelt es nicht. Doch Reis ist auf die Dauer nicht als Grundnahrungsmittel geeignet, da dort kaum Proteine vorhanden sind. Dennoch ernähren sich die meisten Menschen ausschließlich von Reis, da es nun mal nichts anderes gibt. Nur 1-2 Mal die Woche wird ein Huhn oder ein anderes Tier geschlachtet, damit Fleisch gegessen werden kann. Was sonst noch in den Reis kommt sind Erbsen, Zucker Bananen, Karotten und Avocado. Ich habe mir immer Zitronen über das Essen gemacht. Ganz egal was es war, das haben mir die Peruaner beigebracht. Zitrone passt eigentlich überall drauf. In den Bildern kann man sehen, was typische Gerichte waren. Diese gab es manchmal tagelang am Stück. Doch wenn man mal hungert, isst man alles und man merkt dann erst so richtig, dass man wirklich alles isst, wenn man richtig Hunger hat.

Chiclayo

Hier leben Hunderte von Tausenden von Menschen. Eine Stadt so groß wie Frankfurt. Doch auch hier herrscht sehr viel Armut. Selbst in einer industriellen und für Peru wichtigen Stadt wie Chiclayo leiden gut 80 % der Menschen unter starker Armut. Auf dem Bild kann man sehen, wie es von oben aussieht in Chiclayo zu landen. Auch hier ist es sehr heiß und staubig. Das Meer ist sehr nahe, dort kann man wenn man möchte zu Fuß hin. Die Stadt ist sehr voll und laut, es wirkt fast als ob sie niemals schläft. Für fast alle wichtigen Dinge muss man hierher kommen.

Hier gibt es alles zu kaufen. Riesige Märkte, Läden usw. Hier leben eine Dreiviertel Millionen menschen, selbstverständlich gibt es hier mehr, doch dennoch hat man das Gefühl in einem riesigen Dorf zu sein. Man sollte auch immer Acht auf Kriminalität geben. Es ist schon öfter passiert, dass mein Freund Narciso überfallen wurde. Ich rate also davon ab, teure Wertgegenstände und viel Bargeld mitzunehmen. Diese sollte man wenn möglich zuhause lassen. Wer ein billiges Ersatz Handy hat, sollte dies sogar für die Reise mitnehmen und nicht etwa ein teures, denn wenn man überfallen wird, ärgert man sich hinterher nicht so sehr. Um sein Leben muss man aber nicht fürchten.

Was man sich in Chiclayo auf jeden Fall ansehen sollte ist das Museum of the Royal Tombs of Sipan. Das moderne pyramidenförmig gebaute Gebäude ist Schauplatz von uralten, kostbaren und antiken Schätzen und Mumien des sogenannten Lord of Sipans. Muss man einfach selbst gesehen haben. Das Brüning Museum liegt gleich dort in der Nähe. Auch dort sollte man mal weitere Ausgrabungen und Funde des deutschen Archäologen Heinrich Brüning anschauen. Was er an Schätzen fand ist wirklich beeindruckend.

Ebenfalls schön und speziell ist der große Strand von Chiclayo, nämlich die Playa Pimentel. Dort gibt es einen großen Fischmarkt und Handel. Von dort wird viel Fisch direkt nach Kolumbien und Argentinien ins Innere von Südamerika exportiert und auch ins Landesinnere von Brasilien. Dort gibt es einige Wassersportaktivitäten und Hotels, man hat das Gefühl man ist wieder in einer „normalen“Welt. Fisch kann man dort in kleinen Kiosks essen direkt auf der Straße für sehr wenig Geld und sehr gut zubereitet und vor allem frisch. Auch sehr beeindruckend war die St. Mary Kathedrale. Sie ist groß und von innen sehr beeindruckend.

Einige weitere tolle Schauplätze gibt es in Chiclayo, ich hatte jedoch nur diese gesehen.

Lima

In der Hauptstadt Lima war ich 3 Mal, jedes Mal aber eher kurz. Bei Ankunft in Peru, bei Abflug zurück nach Deutschland und einmal um für die Schule ein paar Dinge zu besorgen. An diesem Tage schaute ich mir jedoch einige Sachen an. Gelesen habe ich auch viel über die Stadt während meines Fluges. Also kann ich einiges empfehlen, auch wenn ich es nicht selbst erlebt habe. Die Peruaner hier erzählen einem ja auch die Geheimtipps. 

In Lima leben rund 10 Millionen Menschen. Das ist unglaublich viel.

Die meisten Lima-Besucher werden an der Plaza de Armas nicht drum rum kommen, das ist der wichtigste Platz der Stadt und damit auch eine der Top Sehenswürdigkeiten in Lima. Dort befinden sich der Präsidentenpalast und die Kathedrale, in der sich ein Besuch aber aufgrund der hohen Eintrittsgelder nicht unbedingt lohnt. Auch die Touristen Restaurants in der Nähe sind nicht unbedingt verlockend. Sicher ist es nicht schlecht, aber Kathedralen gibt es bei uns in Europa ja genug, das muss in Peru nicht zwingend sein. Ich habe sie mir nicht angesehen.

Schöner ist es, für einen Moment auf einer Parkbank Platz zu nehmen, den unglaublich vielen Polizeibeamten und Wachen vor der Residenz des Staatschefs zuzugucken und später seine Erkundungstour in Richtung der Avenida Abancay zum Mercado Central fortzusetzen. Dort wird man Lima wohl so verrückt kennen lernen wie kaum irgendwo sonst.

Gleich nebenan befindet sich übrigens das Barrio Chino, das chinesische Viertel. Hier kann man im Zweifelsfall immer ein gutes Mittagessen finden. Wer sich nach einem Ausflug zum Markt und zum China-Viertel ein bisschen überfordert fühlt und schon den Tinnitus spürt, dem empfehle ich die  Casa de la Literatura Peruana. Ich weiß nicht, ob man Lima sonst woanders so still und friedlich erleben kann wie dort zwischen den Büchern und dem schweren Holzfußboden. Perfekt, um ein bisschen abzuschalten!

Lima kann aber auch schick!

Miraflores ist wohl einer der schönsten und modernsten Bezirke von Lima. Kein Wunder, schließlich ist allein die Lage schon atemberaubend – lässt man sich durch die Straßen treiben, hat man eigentlich zwischen den Hochhäusern immer den Blick aufs Meer. Rund um den Parque Kennedy mitten im Stadtteil gibt es Geschäfte, Fast Food-Ketten, Cafés, Bars und vor allem viele Büros. Hier tobt das Leben und neben Angestellten bei der Mittagspause, verliebten Pärchen, die durch den Park spazieren, Hochzeitsgesellschaften vor der Kirche, geschäftigen Geldwechslern und wartenden Schuhputzern finden sich im in dieser Ecke von Lima übrigens vor allem jede Menge Katzen. In den Parks inmitten von Miraflores haben Straßenkatzen nämlich eine Heimat und bekommen sogar täglich Futter hingestellt. Wer möchte, kann sich übrigens auch einfach eine Katze mitnehmen und adoptieren. Man sollte allerdings vorsichtig sein, manche sind nicht sehr stubenrein. Als weiteren Top Tipp kann ich nur das Archäologische Museum empfehlen. Und anschließend einen Pisco im Queirolo trinken. Auch, wenn die Inca Cola sehr bekannt ist, ist das eigentliche peruanische Nationalgetränk nämlich der Pisco, ein Traubenschnaps. Den kann man nicht nur pur, sondern auch gern als Cocktails wie Pisco Sour oder Chilcano trinken. Und die bekanntesten Pisco-Bars liegen im Stadtteil Pueblo Libre. Sowohl „Queirolo“ als auch „El Bolivariano“ sind traditionsreiche Lokale mit einer tollen Atmosphäre, die viel Geschichte haben. Es ist ein absolutes Muss, hier mal einen Pisco Sour oder einen leckeren peruanischen Wein probiert zu haben.

Der Rest meines Peru Aufenthalts bestand aus Olmos. Gegen Ende meiner Peru Erfahrung reiste ich noch auf turbulente Art und Weise nach Cusco um das wohl bekannteste und wichtigste an Peru zu erleben, nämlich die Ruinen. Meine Zeit in Peru war von der Schule geprägt, die ich half aufzubauen und weiterzuentwickeln. Die Menschen und die Kinder wuchsen mir sehr ans Herz und somit verzichtete ich auf weitere Reisen innerhalb Perus und Südamerika. Doch das Erlebnis in Cusco konnte und durfte ich mir nicht entwischen lassen. Man kann nicht nach Peru und dann aber nicht die Ruinen gesehen haben.

Cusco

Cusco liet relativ weit weg von Olmos, bzw. Chiclayo. Mal eben für einen Tag hin gehen und die Ruinen besichtigen war leider nicht drin. Also habe ich mich informiert, wie ich am besten hinkomme. Ich kann nur jedem Bus fahren abraten, die Strecke ist viel zu lang und sehr anstrengend. Am Ende spart man ein paar Groschen und hat das Zehnfache an Reisezeit und das jeweils Hin und Zurück. Also habe ich nach Flügen geschaut. Chiclayo – Cusco gibt es auch direkt, aber man kann 100-200 Euro sparen, wenn man mit einem Stop entweder recht früh morgens oder abends fliegt. Das tat ich auch. Ich buchte einen Flug von Chiclayo mit einem Zwischenstopp nach Lima und dann von dort nach Cusco. Insgesamt beträgt die Flugzeit ca. 4 Stunden. Es ist in etwa, als würde man von Frankfurt nach Portugal fliegen. Gegen Mittag kam ich dann in Cusco am Flughafen an. Direkt dort kaufte ich mir ein bisschen Proviant für die nächsten zwei Tage, denn ich wollte mir die Ruinen ganz genau mit aller Ruhe ansehen. Ich plante zwei Tage ein. Ich buchte meine zwei Übernachtungen gemütlich über booking.com und stieß aufgrund der guten Bewertungen auf das Pirwa Backpackers Colonial.

Die Preise waren relativ niedrig, da es dort ja auch gerade eher Winterzeit als Sommerzeit war. Es gab eine Bar, jede Menge Aufenthaltsräume mit jungen Backpackern aus aller Welt und es war kein Problem mit den Menschen Abends und Morgens ins Gespräch zu kommen. Ein „Shuttle“, also ein kleiner klappriger Bus holte mich und ein paar andere vom Flughafen ab und nach ein paar Minuten im Zentrum Cusco erreichte man dann das Hostel. Es lag recht niedlich und ruhig. Ich machte mich, nachdem ich meine Sachen in meinem Spind untergebracht hatte auf den Weg durch die Straßen von Cusco und mir fielen sofort die großen Anden auf. Sie sind riesige, gewaltige Berge, die mit Schnee bedeckt waren und dort oben umgeben von den Bergen lag das ehemalige Zentrum und Königreich der Inkas, Cusco. Nur der Himalaya bietet höhere Berge. Die Gebirgskette der Anden verläuft übrigens fast komplett durch Peru, in Olmos sind die Berge auch zugehörig der Anden, doch dort sind sie etwas flacher. Dennoch ist es alles sehr beeindruckend. Nachdem ich ein paar Stunden unterwegs war, entschloss ich mich dazu, abends geht früh wieder ins Hostel zurück zurückzukehren und zu schlafen, um am nächsten und auch letzten Tag fit zu sein.

Die Ruinen – Machu Picchu  

Cusco war mal wie bereits erwähnt, die Hauptstadt der Inka, bis die Spanier kamen und das Reich zerstörten. Die Altstadt von Cusco ist für mich die perfekte Mischung aus historischen Inka Ruinen, kolonialen Bauwerken aus der Zeit der spanischen Besatzung und einer guten touristischen Infrastruktur. Im Jahre 1983 bekam die Altstadt von Cusco dann endlich den Titel UNESCO-Welterbe. In so ziemlich jeder Ecke von Cusco gibt es etwas zu entdecken. Wer Cusco besucht, der sollte daher nicht hetzen, um die einmalige Aura der Stadt und deren einzigartige Umgebung zu erkunden. Wichtig ist, dass man sich für eine Erkundungstour in Cusco ausreichend Zeit und Ruhe gönnt. Auf einer Höhe von mehr als 3.400 Meter wird es einem sicher erstmal schwer fallen, die steilen Gassen und Inka Ruinen hoch zu laufen– ganz egal ob sportlich oder eben nicht. Auch meine anfängliche Motivation wurde nach wenigen Stunden in Cusco vorerst auf Eis gelegt, als ich mit leichten Atemnöten kämpfen musste. Die Höhen sind nicht für jederMann.

Frisch gepresster Obstsaft gefällig? Dann ist man auf dem San Pedro Markt etwas außerhalb der Altstadt von Cusco genau richtig. Jeden Tag kaufen und verkaufen die Einheimischen auf dem traditionellen Markt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Getreidesorten, Gewürze, Alpaka Produkte und Sombreros. Der perfekte Ort, um ein paar typisch peruanische Gerichte zu probieren und das spezielle Markttreiben zwischen Obstbergen und Schweinefüßen zu verfolgen. Ein absoluter Tipp sind die frisch gepressten Obstsäfte. Auch Souvenirs können auf dem San Pedro Markt deutlich günstiger gekauft werden, als in den Touristenläden der Altstadt.

Gerade mal 3 Km von der Altstadt Cuscos entfernt, liegen die Ruinen Sacsayhuamán weit über der Stadt. Sacsayhuamán war früher einmal eine Festung oder Tempelanlage der Inka. Trotz der damaligen Verwüstung durch die Spanier ist ein großer Teil der Anlage noch sehr gut erhalten und somit kann man sich noch heute einen überwältigenden Einblick in die Bauweise und das Leben der Inkas machen. Zwischen den hohen, massiven Zick-Zack Mauern und kleinen Trampelpfaden grasen übrigens Lamas und Alpakas ungestört. Diese darf man nicht provozieren, da sie ja bekanntlich spucken. Sie sind aber die Touristen gewöhnt, so schien es mir zumindest.

 

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