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Meine Tipps für eine Reise durch Peru

Um die einzelnen Inka Ruinen, Kirchen und Museen in Cusco besichtigen zu dürfen, benötigt man als Tourist ein sogenanntes “boleto turistico”. Das ist ein Kombiticket, dass entweder für einen Tag (70 Soles) oder 3 Tage (130 Soles) gültig ist. Diese Kombitickets erhält man an den Eingängen der einzelnen Sehenswürdigkeiten. Cusco ist das Zentrum aller Ausflüge, Trekking Touren, Mountainbike Touren und sonstiger Aktivitäten in die nähere Umgebung und Berglandschaft der Anden. In der Stadt gibt es unglaublich viele Reisebüros, die einem bei der Organisation von Ausflügen ins Umland helfen können. Diese haben ihren Platz hauptsächlich rund um den Plaza de Armas. Die meisten Reisenden gelangen von Cusco zu den berühmten Inka Ruinen Machu Picchu, ganz gleich ob mit dem Zug, im Rahmen einer geführten Tour unter Leitung einer Reiseagentur oder sogar zu Fuß. Neben dem überlaufenen und sehr teuren Inka Trail gibt es für Wanderbegeisterte den etwas anspruchsvollen Salkantay Trail, der innerhalb von 5 Tagen über einen von schneebedeckten Gipfeln gesäumten Höhenpass durch den Dschungel Perus bis vor die Tore von Machu Picchu führt.

Früh Morgens ging es dann los. Mit einem Bus begann früh morgens um 6 Uhr die Fahrt zu den 2.500 Meter hoch gelegenen wohl bekanntesten und ältesten Ruinen der Welt. Deshalb war ich dort! Nach einer langen Fahrt und nach rund 80 Kilometern kommen wir gegen frühen Mittag an. Die Busse sind auf dieser Höhe zwischen den Bergen natürlich nicht so schnell wie unsere in Deutschland. Dann begann das Aufsteigen und das war über die alten und hohen Treppen nach oben schnell sehr schmerzhaft in den Knien und plötzlich begann es sehr schwül zu werden. Der Anblick Machu Picchus, noch bevor die anderen Tagestouristen in den großen Reisebussen die Ruinenstätte stürmen, ist unbeschreiblich schön. So viele Bilder habe ich von diesem Ort bereits gesehen, und dennoch ist man sprachlos. Umgeben von saftigen grünen Bergen und angestrahlt von der starken und viel näheren Sonne ist Machu Picchu einer der schönsten Orte der Welt, die ich bisher sehen durfte. Wir machten eine Führung durch die Ruinen und der Guide berichtete von dem einstigen Leben in der Inka Stadt und der Entdeckung Machu Picchus. Zwischen den Mauern findet man nicht nur Besucher, sondern auch die Lamas und Alpakas. Diese sind zutraulich und friedlich. Zwischen den riesigen mauern zu verweilen, Bilder machen und innehalten war wirklich ein tolles Erlebnis. Ich glaube ich habe mir jede Mauer angesehen, jeden alten Raum, jede Gasse und Straße. Man konnte sich richtig vorstellen wie die Inkas hier früher gelebt haben. Nach einigen Stunden verputzte ich meinen Snack der aus Orangen, Bananen Zitronentee und Brot mit Avocado bestand. Alles frisch auf dem Markt in Cusco erworben und im Hostel zubereitet.

Am Nachmittag und im leichten Regen verließ ich dann mit ein paar anderen den Machu Picchu und stiegen innerhalb einer Stunde nach Aguas Calientes hinab. Am Abend nahmen wir den zweistündigen Zug nach Ollanta und anschließend einen Minivan, der mich innerhalb von zwei weiteren Stunden Fahrt zurück nach Cusco direkt vor das Hostel brachte.

Man kann den Machu Picchu nicht wirklich in Worte fassen. Man muss es selbst erleben oder die bilder genießen und bestaunen.

Alles in allem war Peru eine tolle Erfahrung. Man hat das Gefühl nicht nur auf einem anderen Kontinent zu sein, sondern wirklich als wäre man auf einem anderen Planeten. Es ist eine völlig neue Welt. Viel Armut, wenig Essen. Menschen die mit wenig zufrieden sind, auch weil sie nichts anderes kennen. Dennoch erfährt man viel Liebe und Freundlichkeiten. Die Peruaner sind ein hilfsbereites und nettes Völkchen, dass mit einer stabilen Politik und weniger Korruption in den oberen Staats Reihen durchaus zu einem kompetenten Staat in Südamerika werden könnte. Die Ressourcen im Land wie Gold sind vorhanden, doch sie werden vom Staatschef verschachert. In einigen landwirtschaftlichen Regionen hat das Land hochmoderne und intelligente Bewässerungssysteme entwickelt und zeigt, dass es mit der Zukunft mithalten kann. Es braucht Bildung für die Kinder und eine Chance diese zu nutzen. Deswegen habe ich die Kinder zwei Monate unterrichtet und für einen guten Zweck meine Zeit investiert.

Ich kann nur jedem empfehlen, solche Reisen mit dieser Art von humanistischen Projekten zu verbinden. Es ermöglicht einen langen Aufenthalt ohne viel Geld auszugeben, da man Kost und Logis gestellt bekommt. Es ermöglicht das Leben unter den Menschen auf längere Sicht und tägliche neue Erfahrungen. Es ist nicht schwer an solche Projekte zu kommen, im Gegenteil, junge Menschen werden immer mehr gesucht. Vor allem in Südamerika. Aufgrund der steigenden Kriminalität auf diesem Kontinent wagen sich laut Statistik immer weniger Leute hin, es ist also jeder gerne gesehen. Und von Kriminalität habe ich nichts gesehen in 2 Monaten. Wenn man aufpasst und sich von gefährlichen Orten fern hält, sollte einem nichts passieren.

 

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